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Patienteninformation FMS

Der Inhalt dieser Patienten-Information beruht auf aktuellen Forschungsergebnissen und Empfehlungen für Patienten von Patienten. Im Auftrag von KBV und Bundesärztekammer (BÄK) vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) erstellt.

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NEWS
 24.04.2022

Nierenschutz im Alter

Fibromyalgiesyndrom

Die Nierenfunktion nimmt natürlicherweise mit zunehmendem Alter ab. Dadurch kann es zu einer Übersäuerung des Körpers und einer zusätzlichen Schädigung des Nierengewebes kommen. Die damit verbundenen Beschwerden reichen von Osteoporose und Muskelschwund bis zu einem Vitamin B12-Mangel.

Die Nieren befreien als Ausscheidungsorgan den Körper von säurehaltigen Stoffwechselschlacken und giftigen Schadstoffen. Durch natürliche Alterungsprozesse stellt sich jedoch nach und nach eine Schwächung der Nierenfunktionen ein und es kann zu einer verstärkten Ansammlung von überschüssigen Säuren kommen. Die Nieren werden durch diese Belastung zusätzlich geschädigt, so dass sie die notwendige Ausscheidung der Säuren nicht mehr in ausreichendem Maße schaffen können. Mit zunehmendem Alter nimmt ihre Durchblutung um bis zu 60 Prozent ab und damit auch die Filterfunktion des Blutes. Es ist daher für einen effektiven Nierenschutz wichtig, die Nieren möglichst wenig mit Säuren zu belasten.

Säurebelastende Ernährung

Der Hauptanteil unserer westlichen Ernährung besteht aus Säure-bildenden Lebensmitteln. Besonders der hohe Anteil von tierischen Eiweißen verursacht einen starken Anstieg von organischen Säuren im Körper. Nur etwa 20 Prozent einer durchschnittlichen Mahlzeit besteht gegenwärtig aus Basenbildnern wie Obst und Gemüse. Eine eiweißreiche, Säure belastende Ernährung führt schnell zu einer Störung des harmonischen Säure-Basen-Verhältnisses mit den entsprechenden Folgen: Störungen im Calciumhaushalt der Knochen, Erkrankungen des Bewegungsapparates oder Allergien. Es gilt heute als gesichert, dass ein zu hoher Säuregehalt für einen großen Teil der verbreiteten chronischen Krankheiten verantwortlich ist. Falsche Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsarmut und Stress sind die Hauptfaktoren, die zu einer chronischen Übersäuerung führen. Die natürlichen Ausscheidungsorgane, besonders die Nieren, können aus diesen Gründen die anfallenden Säuren nicht mehr effizient abtransportieren. Die Säuren lagern sich dann in Blutgefäßen, im Bindegewebe sowie in Knochen und Gelenken ab.

Übersäuerung macht krank

Bei einem gestörten Säure-Basen-Gleichgewicht können sich sehr früh Beschwerden entwickeln wie z. B. Säurekopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Schlafstörungen, Gelenksymptome (Rheuma) und andere chronische Erkrankungen. Die Übersäuerung kann durch die frühzeitige und konsequente Einnahme eines magensaftresistenten Basenpräparates aufgehalten und wieder normalisiert werden. Besonders wichtig sind neben einer Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung, ausreichend Schlaf und eine Verminderung von Alltagsstress.

Verringerte Nierenfunktion durch Alterungsprozesse

Da altersgeschwächte Nieren neben Säuren auch schädliche Stoffwechselendprodukte im Körper nicht mehr effizient eliminieren können, kann es zu einer Ansammlung giftiger Stoffe kommen. Selbst wenn die nierenspezifischen Blutwerte noch unauffällig sind, können bereits geschwollene Augenlider oder Gesichtsschwellungen auftreten. Häufig führt eine Übersäuerung zu anhaltenden Kopfschmerzen in den frühen Morgenstunden und daneben zu Gelenkbeschwerden, verursacht durch erhöhte, stark reizende Harnsäurekonzentrationen in Gewebe und Gelenken. Gerade bei einer Kombination dieser Symptome sollte immer an eine altersbedingte Nierenschwäche gedacht werden.

Nieren sind Stressorgane

Auf starke Belastungen des Nervensystems reagiert der Körper mit einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichtes unter dem auch die Nieren leiden können. Nervöse Unruhezustände, emotionale Erregungen, Ängste oder psychische Krisen wirken sich grundsätzlich auch auf die Funktion der Nieren aus. Bei anhaltendem psychosozialem Alltagsstress kommt es neben einer Übersäuerung oft auch zu einem Anstieg des Blutdrucks, der sich wiederum negativ auf die Funktionen der Nieren auswirkt.

Nierensteine

Immer wenn im Körper aus sauren Substanzen Salze entstehen, können sich in den Nieren Steine bilden. Sie treten im Nierenbecken, im Harnleiter, der Harnblase oder der Harnröhre in unterschiedlichen Größen (reiskorn- bis kirschgroß) auf. Jeder Bildung von Steinkörpern gehen Veränderungen der Körperchemie voraus, die lange Zeit unbemerkt bleiben können. Ist das Körpermilieu sauer, bilden sich vorrangig Kristallverbindungen aus Calciumoxalat und Harnsäure (Häufigkeit 70 %). Wenn rechtzeitig ein magensaftresistentes Basen-Präparat eingenommen wird, bleiben die Mineralien Calcium und Magnesium weitgehend löslich und können über die Nieren ausgeschieden werden. Neben dieser Nierenstein-Vorbeugung ist grundsätzlich eine ausreichende Trinkmenge zur Vermeidung der Steinbildung wichtig.

Schutz der Nieren im Alter

Bei älteren Menschen lässt die Funktion der Nieren naturgemäß nach und wird durch ein Übermaß an Säure zusätzlich geschwächt. Gerade im Alter führen falsche Ernährungsgewohnheiten nachweislich zu einem hohen Säuregehalt und Erkrankungen. Besonders häufig kommt es in diesem Zusammenhang zu einem Abbau der Muskeln und zu Knochenschmerzen. Zusätzlich treten noch weitere typische säurebedingte Beschwerden auf.

  • Rötungen und Hautrisse (saurer Schweiß)
  • Hautausschläge
  • glanzlose Haare, Haarausfall
  • Ischiasbeschwerden
  • Erkältungshäufigkeit
  • Kältegefühl
  • chronische Antriebsschwäche
  • Schmerzempfindlichkeit

Mineralstoffmangel

Wird der Körper mit Säuren überlastet, entnimmt er für die notwendige Säureabwehr die im Gewebe eingelagerten basischen Mineralstoffe. Diese intensive Aushöhlung der mineralischen Nährstoffreserven führt schnell zu einem Mineralien-Mangel, der sich auf sämtliche Organe auswirkt. Sie werden geschwächt und in ihrer Funktion beeinträchtigt. Auch das Immunsystem wird durch die aggressive Wirkung der Säuren und den entstandenen Mineralmangel geschwächt. Die Folge sind wiederholte, hartnäckige Infektionen der Organe, die von der Übersäuerung am meisten betroffen sind. Viele der dadurch entstandenen Beschwerden und Krankheiten können gelindert oder geheilt werden, wenn die Normalisierung des übersäuerten Milieus rechtzeitig und konsequent vorgenommen wird.

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