Azidose-Experte

 
Tabletten

Reines Natriumhydrogencarbonat

Natürliche Puffersubstanz als beste Behandlungsform

Zunächst eine Erläuterungen zur Begriffsentwirrung: 'Natriumhydrogenkarbonat' (NaHCO3) nennt man in der Chemie auch 'Natrium bicarbonicum'. Daraus leitet sich der Begriff 'Bicarbonat' bzw. 'Bikarbonat' ab. Andere Ausdrücke dafür sind noch 'doppeltkohlensaures Natron' und 'Backsoda'. Es ist in Backpulver und in Brausepulver enthalten.

Das Bikarbonatpuffersystem leistet 75 Prozent des Säure-Basen-Ausgleichs im Körper(s. Wie kommt es zur Übersäuerung). Natriumhydrogenkarbonat ist eine natürliche im Körper vorkommende Substanz und daher auch für Anhänger der Naturmedizin bestens geeignet, eine chronische Übersäuerung gezielt auszugleichen. Das Gleiche gilt, wenn die Nieren wegen einer Schädigung nicht mehr voll ihren Aufgaben im Stoffwechsel nachkommen können und daraus eine chronische Übersäuerung resultiert. Dann sollten verordnungs- und erstattungsfähige Arzneimittel vom Arzt verschrieben werden.

Entscheidende Punkte für die Präparatewahl

Generell alkalisieren alle Präparate, die Natriumhydrogenkarbonat enthalten, zunächst nur den Magen. Das hemmt die sinnvolle Bakterien-tötende Wirkung des sehr sauren Magensaftes und auch die Aufnahme von Vitamin-B12 aus der Nahrung. Im Magen bildet sich nämlich aus Natriumhydrogenkarbonat und der Salzsäure des Magensaftes einfach Kochsalz und Kohlendioxid (CO2). Letzteres stößt der Magen beim Aufstoßen aus. Die Wirkung von Natriumhydrogenkarbonat verpufft. Lediglich eine unbestimmte übrig bleibende Menge gelangt dann noch aus dem Magen in den Dünndarm. Dort erst kann der Körper nämlich Natriumhydrogenkarbonat in das Blut aufnehmen und zur Pufferung verwenden. Deshalb helfen auch Back- und Brausepulver nicht gegen Übersäuerung.

Natriumhydrogenkarbonat enthaltende Zubereitungen in einer nicht gegen Magensaft geschützten Form eignen sich in allererster Linie zum kurzfristigen Einsatz gegen Sodbrennen und die damit verbundenen Beschwerden. Für den Säureausgleich hingegen gibt es inzwischen viel Besseres. Als Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung der chronischen Übersäuerung ist Natriumhydrogenkarbonat in magensaftresistenter, dünndarmlöslicher Zubereitung der Goldstandard und wird nach Diagnosestellung "chronische Nierenschwäche" und "chronische metabolische Azidose" auch zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen erstattet.

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